Energienutzung aktuell - Sparen in Zahlen

 

Energie sparen

 

Sparen in Zahlen

 

In der Bundesrepublik Deutschland entfällt rund 77 Prozent des gesamten Energieverbrauchs eines Haushalts auf das Heizen. Wegen unzureichender Wärmedämmung, veralteter Heizsysteme und dgl. verbrauchen diese Häuser das Dreifache an Energie als neue Gebäude. Hintergrund: rund 80 Prozent aller Häuser in Deutschland wurden vor 1979 gebaut. Weit entfernt vom gesunden Wohnen heutigen Standards.

Mit dem Getifix ID-System der Getifix Schubert Bautenschutz GmbH ist der Schritt zum gesunden Wohnen eine berechenbare und sichere Sache.

 

Wärmedämmung: wie und warum


Wärme verlässt das Haus auf physikalisch ganz unterschiedlichen Wegen:

  • durch Wärmeleitung (Transmission)
  • Luftbewegung (Konvektion) und Strahlung

Effektive Wärmedämmung verringert diese Wärmeverluste durch:

  • den Einbau schlecht wärmeleitender Baustoffe
  • die Bekämpfung von Wärmebrücken und unkontrolliertem Luftaustausch.

Damit reduziert sich der Verbrauch an Heizenergie und die Gefahr von Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall. Stattdessen erhöht sich die Behaglichkeit im Haus spürbar.

 

Drei Methoden. Viele Chancen.


Grundsätzlich lassen sich drei Arten der Dämmung unterscheiden:

  • Außendämmung
  • Innendämmung
  • Kerndämmung

Kerndämm-Maßnahmen sind nur bei zweischaligem Mauerwerk möglich. Diesen Baustil, findet man vor allem in Norddeutschland. Im übrigen Bundesgebiet sind die beiden anderen Methoden weitverbreitet. Überwiegend wird der einschalige Wandaufbau aus wärmedämmenden Baustoffen, wie Ziegel, Bims oder Porenbeton, verwendet.

 

 

Stärken und Schwächen im Überblick

 

Eine Voraussetzung für jeden Sanierungserfolg eines Objektes ist die richtige Auswahl der passenden Methode.

 

Der Orientierungscheck:


Außendämmung / pro:

  • Eine bauphysikalisch gute Lösung. Wärmebrücken werden in die Maßnahme mit eingebunden und dadurch behoben.
  • Außengedämmte Wände zeichnen sich durch geringe Tauwassermengen aus.
  • Die Wand kann besser als Wärmespeicher fungieren.
  • Wirtschaftlich vor allem dann, wenn weitere Fassadenarbeiten (z. B. Malerarbeiten) ohnehin anfallen

Außendämmung / contra:

  • Oft nicht möglich:
    • bei Auflagen des Denkmalschutzes
    • bei Grenzbebauungen
    • beim Wunsch nach Sanierung von Teilflächen (z. B. Eigentumswohnungen in Mehrfamilienhäusern)
  • Hohe Kosten: Gerüst, Statik etc.
  • Vergleichsweise längere Aufheizzeiten bei sporadisch genutzten Räumen (z. B. Vereinsheimen, Kirchen, Parzellenhäuser etc.)
  • Häufig Moos- und Algenbildung auf Wärmedämmverbundsystemen

Kerndämmung / pro:

  • Kein Raumverlust
  • Schnelle Umsetzung

Kerndämmung / contra:

  • Nur bei zweischaligem Mauerwerk
  • Begrenzte Dämmschichtstärke. Dadurch eingeschränkter Wärmedämmeffekt.
  • Nässe (z. B. durch Tauwasseranfall) kann wegen der fehlenden Luftschicht nicht trocknen
  • Nachträglich ausgeführt bleiben einzelne Bereiche ungedämmt (z. B. Ringbalken, Z-Abdichtungen)
  • Verteilung des Dämmmaterials nicht sicher gestellt (z. B. wegen Bauschutt in den Hohlräumen)

Innendämmung / pro:

  • Alternative zur Außendämmung, siehe oben
  • Möglichkeit, partiell zu dämmen:
    • einzelne Wände, einzelne Räume (z. B. Sauna oder Kühlraum) oder einzelne Wohnungen
  • Alternative, wenn die Fassade nicht verändert werden soll/darf (Denkmalschutz)
  • schnellerer Temperaturanstieg bei Beheizung
  • geringe Kosten
  • geringer Aufwand
  • witterungsunabhängige, zeitsparende Ausführung

Innendämmung / contra:

  • Das Mauerwerk bleibt ungeschützt, den wechselnden Außentemperaturen ausgesetzt.
  • Der Taupunkt verschiebt sich nach innen und führt dadurch ggf. zu schädigender Bausubstanz, sofern keine geeigneten Materialien verarbeitet werden.
  • Größerer technischer Aufwand zur Vermeidung von Wärmebrücken an den Anschlüssen zu Wänden und Decken.
  • Die Wärmespeicherfähigkeit der Außenwände wird weniger genutzt.

 

Wärmeverlust contra Wärmeschutz: Information rund um den U-Wert


Das Maß aller Dinge beim Energiesparen in Gebäuden ist der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert).

Der U-Wert beschreibt den Wärmestrom, der pro Quadratmeter durch ein Bauteil fließt, gemessen bei einem Kelvin (englische Maßeinheit). Das Entspricht exakt einem Grad Celsius Temperaturunterschied zwischen außen und innen. Je geringer der Wert und die Wärmeleitfähigkeit des Baumaterials, um so geringer die Wärmeverluste. Entgegen der landläufigen Meinung richten dicke Mauern gegen diese Wärmeverlust sehr wenig aus.


Im Gegenteil: Gerade massive Wände, wie zum Beispiel aus schwerem Vollziegelwerk, leiten Wärme sehr gut nach außen. Dicke Wände leisten demnach einen sehr schlechten

 

Wärmeschutzverordnung: Neue Werte


Die Energiesparverordnung (EnEv) löste 2004 die Wärmeschutzverordnung (WSVO) im Zuge der europäischen Rechtsangleichung ab. Damit verbunden änderte sich auch der Wärmedurchgangskoeffizient vom sogenannten K-Wert zum U-Wert*.

 

Harte Prüfung: Der Energiepass fürs Haus!

 

Seit dem 01.01.2008 gilt für jeden Eigentümer, beim Verkauf seiner Immobilie oder beim Mieterwechsel auf Wunsch des Interessenten einen Energiepass vorzulegen. Diese gesetzlich verpflichtende Information über den Energieverbrauch beinhaltet die objektive Darstellung des energetischen Zustands des Hauses. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Energie- bzw. Nebenkosten und die Wohnqualität von Immobilien vergleichbar zu machen. Vielerorts sind schon seit 2003 Energiepässe zu bekommen.  Zum Beispiel von der Deutschen Energieagentur (DENA). Nähere Informationen unter www.zukunfts-haus.info.

 

Der Getifix Schubert Bautenschutz GmbH Wissenstipp


Der Wärmedurchgangskoeffizient beschreibt somit die Menge der Wärmeenergie in Joule (= Wattsekunden), die im Zeitraum von einer Sekunde, über eine Fläche von einem Quadratmeter durch eine Trennwand zwischen zwei Räumen durchgelassen wird, wenn sich die beiderseits anliegenden Temperaturen stationär (also nicht nur während der Meßsekunde) um 1 K (= 1 C) unterscheiden.